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POLLERWIESEN IM NATURBAD STYRUM

Ruhrgebiet tanzte auf Kölsche Art.

Als vor 16 Jahren ein paar Freaks auch sonntags tanzen wollten, schleppten sie einfach eine Anlage an den Rhein. Jetzt heißt es Sound Safari, Pfingstsonntag ging die Party in Mülheim über die Bühne. Mit dabei: Fashion-Guru Marc Spirenzo.

Feinste und minimale Elektrosounds brachten die Partygäste bei der PollerWiesen Sound Safari im Ruhrgebiet in Bewegung.So ist das nun mal mit kleinen und zunächst geheimen Szenefestlichkeiten: nach und nach spricht es sich herum, wann und wo der nächste Tanz steigt, die Locations werden größer, plötzlich zahlt man Eintritt und das Bier bekommt man auch nicht mehr zum Selbstkostenpreis. Spätestens seit Bestehen der Internetseite kommen immer mehr Anhänger, zu den Partys und irgendwann werden die Termine sogar über das Radio verkündet. Die PollerWiesen gehören zu diesen Veranstaltungen: vor vielen vielen Jahren in Köln-Poll am Rhein ins Leben gerufen, immer wieder umgezogen, z. B. zum Herkulesberg und dann in den Jugendpark in Köln-Deutz, gingen sie 2009 wieder als PollerWiesen Sound Safari auf Tour und starteten die Saison am Pfingstsonntag im Ruhrgebiet.

Tausende Elektrofreunde pilgerten also am Pfingstsonntag bei schönstem Frühsommerwetter und bewaffnet mit Handtüchern, Decken und Badezeug in das wunderbare Naturbad Styrum, wo ab den frühen Mittagsstunden Parkplatz technisch der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, der Sound in die Natur wummerte und sogleich die wilde Tanzerei begann. Auf zwei Areas, auf einer sandigen Lichtung im Freibad und dem Beachside-Areal, gab es ganz nach kölscher PollerWiesen-Art zwar keinen Blick auf Dom und Rhein, dafür feinste Elektro- wie auch Housesounds und, was bei den Temperaturen von Stunde zu Stunde für steigende Beliebtheit sorgte, der Sprung ins kühle Nass eines Schwimmbeckens – so konnte man das Schweiß treibende Herumgehüpfe gut bis in die Abendstunden aushalten, denn spätestens mit dem Set von DJane Magda gab es bei der Partymeute kein Halten mehr. Fashion-Guru Marc Spirenzo tanzte auf der PollerWiesen Sound Safarin in Mülheim.Da sorgte ihr Sagen umwobener Minimal Techno dafür, dass man beim Tanzen sowohl permanent die Arme in die Luft riss und auch den einen Fuß so tief in den Sand bohrte, dass man anschließend nur unter fremder Hilfe seinen Standort wechseln konnte. Im Beachside ging es sehr viel deeper zur Sache und man kam nicht umhin, beim Chill Out im Liegestuhl exzessiv mitzuwippen.

Prominente Party, prominente Gäste

Wenn die Kölner PollerWiesen Sound Safari durch die Lande ziehen, kommen sie alle: die jungen und die älteren Partypeople, die vielleicht bei der einen oder anderen PollerWiesen-Party damals in Köln noch dabei waren, als man einfach so zu den PollerWiesen-Partys ging, wie man gerade eben war. Mit dem Eintritt von inzwischen 10,- Euro kam dann auch das Aufbrezeln. Gleichzeitig ließ sich ein Trend beobachten, auf den uns der wieder einmal erstklassig gestylte Fashion-Guru Marc Spirenzo, hier mit dem wieder hoch aktuellen Brusthaartoupet, klassischer Sonnenbrille und ebenso weißem Stirnband mit Che-App gekleidet, aufmerksam machte: "Ziemlich viel Promivolk hier heute anwesend. Gerade habe ich schon Marc Terenzi gesehen und das gleich vier Mal. Gülcan läuft hier ebenfalls herum und auch Muskelheld Ralf Möller", berichtete er, bevor er sich wieder ganz dem Elektrosound hingab und mit ausschweifenden Armbewegungen abging.
 
Bilder von der PollerWiesen Sound Safarin in Mülheim gibt es in unserer Fotogalerie.
 

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