| UNTERGRUND CLUB |
Klein, karg, Rock'n'Roll.Samstagnacht halb eins. "Valerie" von Amy Winehouse ist der erste Floorfiller des Abends und die jungen Gäste legen los – mit dem Bier in der Hand. Die Besucher jenseits der 25 haben auch ihren Spaß - aus sicherer Entfernung. Auf dem Weg zum Untergrund, vorbei am Stargate, dröhnt einem harter EBM-Sound entgegen. Dort, wo in den 80ern erst die Clublegende LOGO, in den 90er Jahren dann das LURIE für wilde Partynächte sorgten, ist alles beim Alten. Ein paar Hausnummern weiter wurde vor 10 Jahren auch schon einmal getanzt, im HOME. Mit dem UNTERGRUND hat die nächste Partygeneration eine neue Heimat gefunden und die schreibt sich auf die Fahne, Bochums neuer Lieblingsclub zu sein. In Ermangelung einer Alternative, was Gitarrenmusik und rockige Popsounds betrifft, wird es im UNTERGRUND nun Woche für Woche mächtig voll. Während der Club am Freitag Livemusik auf die Bühne und abwechselnd Euro-Trash und elektronische Tanzmusik auf den Dancefloor bringt, steht samstags immer die Party "BOCHUM WILL ROCKEN" auf dem Programm.Spätestens nach Mitternacht bildet sich eine kleine Schlange am Eingang. Erfreulich ist der Eintrittspreis von schlappen € 5,-. Mit der Verzehrkarte in der Hand geht es gefühlte drei Stockwerke in den Keller, eben in den Untergrund der Stadt. Über eine Art Showtreppe betritt man dann den Club, der aus einem Raum und zwei Nischen mit gemütlichen Rumfletzgelegenheiten besteht. Von einer kleinen Empore aus kann man das Geschehen auf eher altmodischer Art und Weise vom bewährten Stehtisch mit Barhockern beobachten. Die Einrichtung ist karg, kein Deko-Schnickschnack lenkt vom musikalischen Programm ab. Die Wände sind dunkel, braun, lediglich an der relativ niedrigen Decke finden sich in drei farbigen Streifen Gestaltungsansätze. Insgesamt ist der UNTERGRUND diffus beleuchtet: vom Licht der aufgereihten Kühlschränke an der Theke sowie von ein paar Scheinwerfern, deren Lichter die Tanzfläche markieren. Und wenn im UNTERGRUND die Kargheit zum Prinzip erhoben wird, stören doch ein wenig die beiden Fernseher, worauf die Getränkekarte und nicht etwa ein sprödes Rauschen angezeigt werden. Stilsicher rocken? Mit dem wöchentlichen "BOCHUM WILL ROCKEN" verwirklichen die Macher Jens Möcking und Alex Scholz all das, was sie schon vor der Eröffnung im November 2008 versprochen haben: eine Alternative zu den großen Läden in Bochum, eine intime Atmosphäre sowie Musik für ein unangepasstes Publikum. Bei den jungen Gästen zwischen 20 und 25, die am liebsten in schwarzer Kleidung bzw. bewusst unstylisch in Jeans und T-Shirt antreten, kommt der Sound von Mando Diao, The Kooks, MGMT gut an. Die Mädchen sind natürlich auch hier mutiger und stürmen bei ihrem ersten Lieblingssong mutig auf die Tanzfläche. Nach und nach kommen ihre Begleiter und Freunde hinterher, schon bald wippen auch die letzten Besucher mindestens mit dem Fuß. Die Stimmung ist gut. Richtig abgehen, wie es die Songauswahl eigentlich hergibt, wollen hier aber die Wenigsten. Stattdessen hält man beim Tanzen die Bierflasche, die Handtasche, oder beides in der Hand und schaut, dass auch nach einer Runde auf dem Tanzboden die irgendwie doch gestylte Frisur noch sitzt. Davon abgesehen ist es doch erfrischend zu sehen, wie zwei Studentinnen weit abseits der Tanzfläche wild zur Musik herumhüpfen und einige den Altersdurchschnitt anhebende Gäste, die sich auch jenseits der 30 noch hin und wieder im Nachtleben tummeln und mit der zeitgenössischen Gitarrenmusik etwas anfangen können, den Weg in den UNTERGRUND gefunden und richtig viel Spaß haben.
UNTERGRUND CLUBKortumstr. 101 (Citypassage)44787 Bochum |


Auf dem Weg zum Untergrund, vorbei am Stargate, dröhnt einem harter EBM-Sound entgegen. Dort, wo in den 80ern erst die Clublegende LOGO, in den 90er Jahren dann das LURIE für wilde Partynächte sorgten, ist alles beim Alten. Ein paar Hausnummern weiter wurde vor 10 Jahren auch schon einmal getanzt, im HOME. Mit dem UNTERGRUND hat die nächste Partygeneration eine neue Heimat gefunden und die schreibt sich auf die Fahne, Bochums neuer Lieblingsclub zu sein. In Ermangelung einer Alternative, was Gitarrenmusik und rockige Popsounds betrifft, wird es im UNTERGRUND nun Woche für Woche mächtig voll. Während der Club am Freitag Livemusik auf die Bühne und abwechselnd Euro-Trash und elektronische Tanzmusik auf den Dancefloor bringt, steht samstags immer die Party "BOCHUM WILL ROCKEN" auf dem Programm.
Mit dem wöchentlichen "BOCHUM WILL ROCKEN" verwirklichen die Macher Jens Möcking und Alex Scholz all das, was sie schon vor der Eröffnung im November 2008 versprochen haben: eine Alternative zu den großen Läden in Bochum, eine intime Atmosphäre sowie Musik für ein unangepasstes Publikum. Bei den jungen Gästen zwischen 20 und 25, die am liebsten in schwarzer Kleidung bzw. bewusst unstylisch in Jeans und T-Shirt antreten, kommt der Sound von Mando Diao, The Kooks, MGMT gut an. Die Mädchen sind natürlich auch hier mutiger und stürmen bei ihrem ersten Lieblingssong mutig auf die Tanzfläche. Nach und nach kommen ihre Begleiter und Freunde hinterher, schon bald wippen auch die letzten Besucher mindestens mit dem Fuß. Die Stimmung ist gut. Richtig abgehen, wie es die Songauswahl eigentlich hergibt, wollen hier aber die Wenigsten. Stattdessen hält man beim Tanzen die Bierflasche, die Handtasche, oder beides in der Hand und schaut, dass auch nach einer Runde auf dem Tanzboden die irgendwie doch gestylte Frisur noch sitzt. Davon abgesehen ist es doch erfrischend zu sehen, wie zwei Studentinnen weit abseits der Tanzfläche wild zur Musik herumhüpfen und einige den Altersdurchschnitt anhebende Gäste, die sich auch jenseits der 30 noch hin und wieder im Nachtleben tummeln und mit der zeitgenössischen Gitarrenmusik etwas anfangen können, den Weg in den UNTERGRUND gefunden und richtig viel Spaß haben.