| CRANGER KIRMES |
Pulsbeschleuniger und Heimatfeeling."Boah ist das hoch!" Die 575. Ausgabe des Revier-Volksfestes Nr. 1 lockte rund 3,8 Millionen Besucher unter dem Motto "Kulturhauptstadt Crange" zu viel Traditionellem. Dazu hat die Cranger Kirmes gleich drei Revierkönige hervor gebracht.
"Auf Crange" gab es auch 2010 wieder vom Kettenkarussell im XXL-Format bis zum Schlagerabend im Bayernzelt alles, was das Kirmesherz begehrte. Die Neuheiten waren nur bedingt unter dem Motto "Höher, schneller, weiter" am Start: Das legendäre Riesenrad Bellevue wurde in diesem Jahr durch das Riesenrad Expo Star ersetzt, das die Kirmesfreunde auf 60 Meter über das Gelände fuhr und eine einmalige Aussicht garantierte. Als Besonderheiten bot der Expo Star zwei Rollstuhlgondeln, die auch gehandicapten Besuchern den barrierefreien Zugang zu einem unvergesslichen Erlebnis ermöglichten. Stilvolle Ergänzung des Fahrspaßes fanden die Besucher zudem im variabel einsetzbaren Bistro im Bahnhofsbereich des Riesenrades, sowie in einer Champagner-Loge. Neu auf Crange war außerdem die Boxbude Fight Club, wo die erste boxende Frau auf deutschen Volksfestplätzen, Sumo-Ringen für Jedermann, Box-Prämienkämpfe sowie Herausforderungskämpfe im Ringen griechisch-römisch, freier Stil und Wrestling für Andrang sorgten.
Neben diesen Hightech-Highlights trug die Cranger Kirmes auch zur 575. Ausgabe der Tradition Rechnung. Kinderkarussells ließen die Augen der kleinen Kirmesbesucher leuchten, die Jugendlichen bezogen wieder am kultigen Break Dance Position, Zuckerwatte schmeckte nirgendwo anders besser als hier. Sehen und gesehen werden hieß es auch bei den eingefleischten Crange-Gästen, die mit Steinmeisters Bierpavillon die Partyzone der Kirmes finden. Aber auch schickere Gastro- nomien und eine kleine Strandbar waren auf Crange wieder mit von der Partie. Besonders ausge- lassen ging es traditionell im Bayernzelt zu, wo Abend für Abend ein anderes Programm von Blaskapelle bis Malle-Hits für Stimmung sorgen. Nicht fehlen durften auf der Cranger Kirmes natürlich das Familienkarussell Happy Sailor, die Wildwasserbahn, der witzige Super-Hupferl und natürlich die verschiedenen "boden- ständigen" Fahrgeschäfte, Losbuden, Spielhallen, Geisterbahnen, die kleinen und großen Gästen das Fürchten lehrten.
"Kulturhauptstadt Crange" Das diesjährige Motto hatte Allgemeingültigkeit, fiel doch die Cranger Kirmes in die Herner Local Heroes-Woche - man hat also kurzerhand den üblichen Termin, Ende der NRW-Sommerferien - etwas nach vorne geholt. Und auch wenn das Wetter am Abschlusswochenende mit Sonne am Samstag und Dauerregen am Sonntag nur bedingt mitspielte, kamen an den zehn tollen Tagen rund 3,8 Millionen Besucher zur Cranger Kirmes. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 kamen 4,4 Millionen Besucher zu dem beliebten Volksfest. 2010 besonders beliebt: "Der Boot-Shuttleservice zur Künstlerzeche und der dortigen Historischen Ausstellung mit Jahrmarkt wird sehr gut angenommen," erklärte Meinolf Nowak, Dezernent für Sicherheit und Ordnung. Dazu wurde an allen Ecken und Enden auf die Historie des Volksfestes hingewiesen und verschiedene Nebenschauplätze mischten mit, wie das Theaterstück "Das Karussell" vom Herner theaterkohlenpott oder das Konzert vom Gospelprojekt Ruhr e.V. im Bayernzelt. Ungeschlagenwaren auf Crange 2010 auch wieder diejenigen Abende, als die Fahrgeschäfte anhielten, der Himmel in die buntesten Farben getaucht wurde und die Besucher verzückt "Oooooh!" und "Aaaaah!" jubelten. Schaustellerpräsident Albert Ritter stimmte sowohl dem Ordnungsdezernenten als auch den beiden RUHR.2010-Geschäftsführern zu, die die Kirmes am Kanal als wunderbares Gesamtkunstwerk gelobt hatten. "Crange ist meine Lieblingskirmes, weil der Menschenschlag hier einfach so toll ist", erklärte Ritter, und tat kund, dass das Geschäft für die ca. 500 Betreiber auf dem Platz ganz rund gelaufen sei. "Wir schauen alle recht zufrieden, es war eine gute Veranstaltung." Crange hat drei neue Revierkönige: International Brothers rockten das Bayernzelt Sie haben es geschafft: Die International Brothers, eine erst im Juni 2010 gegründete Breakdance-Poppin-Lockin-Formation, haben beim Talentwettbewerb Revierkönig 2010 am Freitagabend, 13. August 2010, im Bayernzelt gewonnen. Der zweite Platz ging an Christian Schiffer aus Aachen, der dritte an Peppi Alvarez aus Bochum.Die drei Jungs aus Herne und Gelsenkirchen sahnten als einzige von insgesamt elf Teilnehmern die volle Punktzahl der Jury ab. Auch das Publikum, zum Zeitpunkt des Auftritts von Emre, Simon und John-Marvin aus "50.000 gehörten und gefühlten Schulklassen" bestehend, so Jury-Mitglied Peter Nottmeier, hielt zu den energiegeladenen Tänzern: Der Applausometer, in diesem Fall eher ein Kreischometer, kam auf 105,1 Dezibel – das war Rekord! Die Jury – die "New York Nights"-Lady Pamela Falcon, Oliver Beerhenke aus der "Upps"-Superpannenshow und der Wanne-Eickeler Peter Nottmeier aus "Switch reloaded" – war fasziniert vom Auftritt der International Brothers. Beerhenke und Falcon sahen das Streetart-Trio zum zweiten Mal und bescheinigten den jungen Künstlern, hart an sich gearbeitet und viel an der Performance verändert zu haben. Neuling Nottmeier gab zu, erst skeptisch gewesen zu sein. "Aber ihr seid witzig, habt viel Power, ihr seid technisch gut und originell." Da blieb nichts: 150 Punkte von der Jury, mehr ging nicht. Bestnoten erreichten aber auch andere Talente des Wettbewerbs. Der Stimmenimitator Christian Schiffer hatte schon beim Casting im Bochumer Prater für Staunen gesorgt. Das prall gefüllte Bayernzelt geriet aus dem Häuschen, als der 25-jährige Aachener Mario Barth nachmachte. Dieter Bohlen, Udo Lindenberg, Lukas Podolski: Alle waren auf einmal auf Crange. Comedian Beerhenke urteilte: "Volle Punktzahl, weil's geil war!" Insgesamt kam Christian Schiffer auf Platz 2, er gewann damit einen Hubschrauber-Rundflug. Einen rasanten Auftritt zeigte Peppi Alvarez aus Bochum: Die 28-jährige Tänzerin ließ ihr spanisches Temperament heraus und begeisterte Jury und Publikum mit schnellen Flamencoschritten. Peter Nottmeier kommentierte ihren Auftritt mit den Worten: "Jetzt ist mir alles egal, ich gebe dir 50 Punkte!" Peppi Alvarez holte den dritten Platz, der mit einem Besuch der 576. Cranger Kirmes für zehn Personen belohnt wird. An der Favoritenrolle der International Brothers konnte jedoch kein anderer Teilnehmer mehr kratzen. Nach über zwei Stunden wurden die sympathischen Tänzer als Sieger auf die Bühne gerufen. Wie echte Stars küssten sie die Revierkönig-Trophäe und freuten sich über den Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Als die Welle der Gratulation über Simon Wolant (19) aus Wanne-Eickel schwappte, hatte er immer noch wackelige Beine und konnte den Sieg gar nicht fassen. Kollege John-Marvin Roldan (17) aus Gelsenkirchen fand für das, was passiert war, nur ein einziges Wort: "Unbeschreiblich." Und Emre Gür, ebenfalls 17, ebenfalls aus Gelsenkirchen, zeigte sich sprachlos, bevor er dann doch noch ein "Ich fühle mich glücklich!" herausbrachte. Bilder von der Cranger Kirmes gibt es in unserer Fotogalerie ... |




Eigentlich war auch im Kulturhauptstadtjahr auf der Cranger Kirmes alles wie immer: Die coolen Jungs stehen am Autoscooter und halten Ausschau nach den hübschesten Girls, die Familien interessieren sich vor allem für die Kinderkarussells und die Losbuden mit den riesigen Kuscheltieren, die alt eingesessenen Cranger und Eickeler sind sowieso immer dabei und sie alle lassen sich über das größte Volksfest in NRW treiben. Und da sind es dann die typischen Gerüche nach Zuckerwatte, gebrannten Mandeln, Backfisch und Bier, die Musik - die bewährte Mischung aus "Kirmes- techno" und "Hände-zum-Himmel"-Schlager - und die "Gewinne, Gewinne, Gewinne"- Rufe, die laut aus den Lautsprecherboxen dröhnen und sich mit den Schreien der Gäste in den rasanten Fahr- geschäften mischen, die blinkenden Lämpchen, die am Abend den Kirmesplatz in das Kirmesuniversum verwandeln, und der Umstand, dass man zur Cranger Kirmes immer wieder alte Freunde trifft, die alle Kirmesfans durch das Cranger Tor lockt - von den vielen Neben- schauplätzen z. B. in den Hinterhöfen der Anwohner mal abgesehen. Die Knappheit in der Familienkasse ist hier Dank Cranger Taler und Familientag kein Thema. Zudem ist der Kirmesbesuch in den letzten Jahren mit stabilen Preisen sowohl bei Fahrgeschäften als auch bei der Verpflegung mit Bier und Backfisch nicht teurer geworden.
Ebenfalls auf der Cranger Kirmes und der absolute Hit bei allen Wagemutigen war die Mega-Schaukel XXL, die mit ihrem XXL-Ausleger die Fahrgäste 45 Meter in den Himmel und dann wieder gnadenlos in Richtung Erde sausen lässt. Da wurde dem zart besaiteten Besucher selbst beim Zuschauen schummerig! Ganz ähnlich und doch wieder anders ging es im Cyber-Space zu, der 2009 Premiere auf der Cranger Kirmes feierte: Die frei schwingenden Gondeln vollführten in unglaublicher Höhe von über 50 Metern mehrere Loopings und erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. Ebenfalls seit dem letzten Jahr auf Crange dabei brachte das Fahrgeschäft Flash seine Fahrgäste in den Kopfstand und wirbelte sie arg durcheinander.
Das diesjährige Motto hatte Allgemeingültigkeit, fiel doch die Cranger Kirmes in die Herner Local Heroes-Woche - man hat also kurzerhand den üblichen Termin, Ende der NRW-Sommerferien - etwas nach vorne geholt. Und auch wenn das Wetter am Abschlusswochenende mit Sonne am Samstag und Dauerregen am Sonntag nur bedingt mitspielte, kamen an den zehn tollen Tagen rund 3,8 Millionen Besucher zur Cranger Kirmes. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 kamen 4,4 Millionen Besucher zu dem beliebten Volksfest. 2010 besonders beliebt: "Der Boot-Shuttleservice zur Künstlerzeche und der dortigen Historischen Ausstellung mit Jahrmarkt wird sehr gut angenommen," erklärte Meinolf Nowak, Dezernent für Sicherheit und Ordnung. Dazu wurde an allen Ecken und Enden auf die Historie des Volksfestes hingewiesen und verschiedene Nebenschauplätze mischten mit, wie das Theaterstück "Das Karussell" vom Herner theaterkohlenpott oder das Konzert vom Gospelprojekt Ruhr e.V. im Bayernzelt. Ungeschlagenwaren auf Crange 2010 auch wieder diejenigen Abende, als die Fahrgeschäfte anhielten, der Himmel in die buntesten Farben getaucht wurde und die Besucher verzückt "Oooooh!" und "Aaaaah!" jubelten.
Sie haben es geschafft: Die International Brothers, eine erst im Juni 2010 gegründete Breakdance-Poppin-Lockin-Formation, haben beim Talentwettbewerb Revierkönig 2010 am Freitagabend, 13. August 2010, im Bayernzelt gewonnen. Der zweite Platz ging an Christian Schiffer aus Aachen, der dritte an Peppi Alvarez aus Bochum.