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WANANAS IN WANNE-EICKEL

Nach Brand das Aus?

In der Nacht zum 10. November 2011 ist das beliebte Freizeitbad Wananas niedergebrannt. Verletzt wurde niemand, das Gebäude allerdings ist komplett zerstört. Die Feuerwehr bekämpfte den Großbrand in Spitzenzeiten mit 70 Einsatzkräften.
 
Piratenschiff im Wananas. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne.Die Notrufe der Anwohner gingen um 1:44 Uhr bei der Herner Feuerwehr ein. Den ersten Einsatzkräften vor Ort bot sich das Bild eines Vollbrandes. "Wir haben uns sofort auf die Sicherung der Chlorgas-Anlage konzentriert und dort den ersten massiven Löschangriff gestartet", erklärt Einsatzleiter Uwe Windener, Berufsfeuerwehr Herne. Der Raum, in dem sich die Anlage befindet, konnte soweit gekühlt werden, dass die Einsatzkräfte zu den Chlorgas-Flaschen vordringen und sie sichern konnten. "Es ist kein Chlorgas ausgetreten", so Windener.

Mitarbeiter der Stadtwerke Herne nahmen das städtische Freizeitbad derweil von der Stromversorgung; Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr sperrten die umliegenden Straßen, so dass die Feuerwehr die notwendigen Löschwasserleitungen verlegen konnten.

Feuerwehrchef Michael Benninghoff geht davon aus, dass das Feuer bereits ein bis zwei Stunden vor dem ersten Notruf ausgebrochen sein muss. "Die Halle des Bades, vor allem die komplette Dachkonstruktion aus Holz stand bereits in Flammen, als wir eintrafen", erklärt er. Zwar konnten Teile des Außen-Saunabereichs erhalten werden, sie sind aber durch den Brand nicht mehr zu nutzen.

Die gesamte Freiwillige Feuerwehr wurde nachalarmiert, 70 Feuerwehrkräfte kämpften von 3 Uhr nachts bis 7 Uhr morgens gegen die Flammen. Im Hintergrund arbeiteten noch einmal 40 Personen an den beiden Feuerwachen Herne und Wanne. Das THW hat sich vor Ort um die Verpflegung der Einsatzkräfte gekümmert.

Dezernent Meinolf Nowak, zuständig für die Bereiche Sicherheit und Öffentliche Ordnung, machte sich ebenso wie Norbert Breitbach, Geschäftsführer der Herner Bädergesellschaft, noch in der Nacht ein Bild von den Löscharbeiten am Wananas.

Die Flammen haben im Prinzip einen Trümmerberg an der Straße Am Freibad in Hernes Stadtbezirk Wanne hinterlassen. Dem muss sich nun die Kriminalpolizei annehmen, um zu klären, wie es zu dem Feuer kam. Die genaue Schadenshöhe wird derzeit ermittelt, der Verlust geht sicherlich in die Millionen.

Rückblick zu den Anfängen
Das Wananas eröffnete am 12. November 1994. Namensgeber war ein Bürger, der sich an einem Namensfindungs-Wettbewerb beteiligt hatte. Dem 14-Millionen-Mark-Projekt musste das alte Freibad weichen, die Straße, an der das Freizeitbad liegt – Am Freibad – erinnert noch daran. Gebaut wurde das Bad von einem holländischen Unternehmen, das Experte in der damals modernen „Leichtbauweise“ für Freizeitbäder war.

Im Innenraum fielen das Priatenschiff und ein Wasserfall auf, eine große Holzbrücke bot Zugang zu einer 50-Meter-Rutsche, die nach draußen führte, sich spiralenförmig wand und dann wieder in die Halle zurück kam. Die Kleinkinder hatten zusätzlich ein Becken für sich. Optisch davon durch ein antik anmutendes Aquädukt getrennt, erstreckte sich das 25-Meter-Becken für die Erwachsenen. Freiluftfans hatten die Möglichkeit, nach außen in ein halbkreisförmiges Becken zu schwimmen. Die daran anschließende Wiese machte aus dem Wananas auch ein Freibad. In einem anderen Trakt waren auch Saunen angebracht.
 

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