| WESTPARK IN BOCHUM |
Über Brücken, Treppen, Rampen und Wiesen.Der Bochumer, der das Glück hat, nahe der Innenstadt zu leben, ist regelmäßig da. Und langsam hat es sich auch bei den übrigen Ruhrstädtern herumgesprochen: Das außergewöhnliche Gelände rund um die Jahrhunderthalle ist der Hammer. In den frühen Morgenstunden drehen nicht nur hunderte Kaninchen ihre Runden, eiserne Jogger, Radfahrer auf dem Weg ins Büro oder Gassigeher sind zu jeder Jahreszeit im Westpark unterwegs. Tagsüber schieben dann außerdem junge Väter ihren Nachwuchs über die Wege, vorbei an den schnatternden Enten, die in den schicken Wasserbecken ihr Bahnen ziehen (Achtung: Nicht füttern!), radeln Großeltern mit den Enkeln über die Brücken, lauschen Rentner auf den Bänken sitzend dem Gedudel aus den an ihren Lenkrädern angebrachten Weltempfängern, versammeln sich Freunde des runden Leders auf einer Wiese und pölen was das Zeug hält. Insgesamt ist der Westpark eine Oase – und bei jedem Besuch immer aufs Neue spannend weil es immer wieder Neues zu entdecken gibt.Das lange brach gelegene Krupp-Gelände rings um die Jahrhunderthalle ist zu einem ganz besonderen Beispiel der Industrienatur geworden. Als Westpark lädt das Gelände mit gut ausgebauten Radwegen, modernen Spielplätzen, großen und gut gepflegten Wiesen und verschiedenen Zeugnissen der Industriekultur zur Erholung oder Action ein. Drei spektakuläre und mit Architekturpreisen ausgezeichnete Brücken ermöglichen einen rund einen Kilometer langen Rundweg um den ganzen Park. Dabei ist die Nordpolbrücke, die vom westlichen Parkareal, der Wasserwelt, bis zum Colosseum an der Alleestraße führt, mit ihrem ausgeklügelten sensorischen, interaktiven Lichtkonzept besonders bei Dunkelheit der Hit; eine Disco ist nichts dagegen! Den östlichen Teil des Parks überspannt die lange Stegbrücke und legt als Panoramaweg dem Parkbesucher den gesamten Westpark zu Füßen. Überquert man die Stegbrücke in Richtung Hochplateau, laden große Wiesen zum Picknick inklusive Fernsicht über das Bochumer Stadtgebiet und noch weiter ein. Weiter geht es geht über Rampen, Hügeln und Treppen rauf und runter – 10 Meter Höhenunterschied von den Canyons zu den Hochplateaus, gilt es hier zu überwinden. Vorbei am alten Stellwerk geht es dann zur eindrucksvollen, S-förmig geschwungenen Erzbahnschwinge über die Gahlensche Straße. Sie ist der Ausgangspunkt für einen wirklich tollen Panoramaweg entlang der Erzbahntrasse bis zum Hafen Grimberg in Gelsenkirchen.Die Jahrhunderthalle stellt den inhaltlichen Mittelpunkt des Parks dar. Vorne mit ihrer Glasfassade ganz modern und mit dem zur RuhrTriennale angelegten Barockgarten ganz kulturell, zeigt sie auf der Rückseite mit der belassenen Fassade und ihren imposanten riesigen Belüftungsrohren ihre wilde Seite. Die symbolische Weiterführung und einen Kontrast zugleich stellen hierzu die auf der Parkseite aufgestellten Stahlplatten wie auch die in die Wiesen eingelassenen Wasserbecken dar. Hier hat man bewusst auf das Industriematerial gesetzt. Allerdings in seiner der harten Arbeit gebührenden Art: verrostet. Übrigens: Nicht nur in den schönen Monaten lohnt sich ein Besuch im Westpark. Wenn die grünen Wiesen und Hänge im Winter unter einer dichten Schneeschicht verschwinden, kommen die Rodler hier voll auf ihre Kosten. Und dabei geht es nicht bloß mit konventionellen Schlitten die Hänge und Rampen hinunter. Die Revierrodler rasen gerne auf Luftmatratzen, in Bratpfannen oder auf Autoreifen in die Tiefe. Wir finden: Schöner und abwechslungsreicher kann Industrienatur kaum sein. Anfahrt PKW: A 40, Abf. Bochum-Stahlhausen (32), Ausschilderung "Stahlhausen/Jahrhunderthalle" folgen ÖPNV: von Bochum Hbf, Straßenbahnlinien 302 (Richtg Gelsenkirchen-Buer) und 310 (Richtg Höntrop) oder Buslinie 345 (Richtg Dahlhausen) Haltestelle "Jakob-Mayer-Straße/Jahrhunderthalle" |



In den frühen Morgenstunden drehen nicht nur hunderte Kaninchen ihre Runden, eiserne Jogger, Radfahrer auf dem Weg ins Büro oder Gassigeher sind zu jeder Jahreszeit im Westpark unterwegs. Tagsüber schieben dann außerdem junge Väter ihren Nachwuchs über die Wege, vorbei an den schnatternden Enten, die in den schicken Wasserbecken ihr Bahnen ziehen (Achtung: Nicht füttern!), radeln Großeltern mit den Enkeln über die Brücken, lauschen Rentner auf den Bänken sitzend dem Gedudel aus den an ihren Lenkrädern angebrachten Weltempfängern, versammeln sich Freunde des runden Leders auf einer Wiese und pölen was das Zeug hält. Insgesamt ist der Westpark eine Oase – und bei jedem Besuch immer aufs Neue spannend weil es immer wieder Neues zu entdecken gibt.
Vorbei am alten Stellwerk geht es dann zur eindrucksvollen, S-förmig geschwungenen Erzbahnschwinge über die Gahlensche Straße. Sie ist der Ausgangspunkt für einen wirklich tollen Panoramaweg entlang der Erzbahntrasse bis zum Hafen Grimberg in Gelsenkirchen.
Kommentare
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.