Suche
Special
Special
Galerie
"STERNSTUNDEN" IM GASOMETER

Im Stahlriesen geht der Mond auf.

Kopf in den Nacken und "Wow"! Im Gasometer ist der Mond der absolute Star. Die Ausstellung "Sternstunden – Wunder des Sonnensystems" nimmt den Besucher mit auf eine phantastische Reise ins Weltall - und zurück.

 

Beeindruckend schwebt der Mond im Gasometer über den Köpfen der Besucher.Das Beeindruckendste zuerst: Kommt man als Besucher der "Sternstunden"-Ausstellung vom unteren Bereich des Gasometers auf die Gasdruckscheibe, verschlägt es einem fast den Atem beim Anblick des dort im weiten Raum schwebenden Mondes. Sorgt die Größe des Stahlriesen schon allein dafür, dass man sich dort klein, fast winzig fühlt, gibt der Oberhausener Mond diesem Gefühl noch einmal eine neue Dimension. Er scheint zum Greifen nah und sorgt dafür, dass auf der Manege umher laufende Besucher miteinander kollidieren, da sie ihren Blick nicht von unserem Erdtrabanten abwenden können. Nach einer Weile des Staunens findet man dann Platz auf der Tribüne, legt sich am besten bequem zurück und beobachtet die verschiedenen Mondphasen von der schmalen Sichel bis zum Vollmond - sphärisch untermalt von dezenten Klängen. Wenn dann die Gedanken wieder zu den anfangs in der Ausstellung gesehenen Bildern von Gasen, Staub und unglaublichen Formen und Farben, aus unserem Sonnensystem, fernen Galaxien, Oberflächen der benachbarten Planeten zurückkehren und man die Dimension Zeit einrechnet, fühlt man sich tatsächlich winzig, im kosmischen Zusammenhang gar unbedeutend. Da erscheint es beinahe absurd, dass die Menschen seit Jahrtausenden den vermeintlichen Himmel betrachten, um zu erfahren wie das eigene Schicksal von den Sternen beeinflusst wird. Vielmehr rückt der Wunsch in greifbare Nähe, in einem Shuttle den Erdtrabanten zu umrunden oder gar den nächsten Urlaub in einem Hotel auf dem Mond oder gar unserem Nachbarplaneten Mars zu verbringen. Doch so weit geht die Schau in Oberhausen nicht.

 

Sternstunde mit Saturn: Blick in die Ausstellung im Gasometer Oberhausen.Von dem Mond-Höhepunkt mal abgesehen, gibt es in der Ausstellung "Sternstunden – Wunder des Sonnensystems" viele großformatige Bilder und Aufnahmen die auf den neuesten amerikanischen und europäischen Weltraum- missionen entstanden sind. Zu jedem einzelnen Bild gibt es einen ausführlichen Text, der die Darstellung einfach und verständlich erklärt. Im Mittelpunkt dieser Schau, und das ist im Gasometer nicht anders als in unserem Sonnensystem auch, schwebt die Sonne als brennender Feuerball und wird umringt von den Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Unterschiedliche Formen von Galaxien, die berüchtigten Nordlichter, Canyons auf dem Mars, Staubwolken, skurrile Oberflächen oder das entstehende Auge bei einer Sonnenfinsternis entfalten hier eine beeindruckende ästhetische Qualität. Und: Größe ist relativ, schaut man auf die Fotografien des Universums und betrachtet dann die im Mutterleib entstandenen Bilder einer gerade befruchteten Eizelle oder Aufnahmen von Blutgefäßen im menschlichen Gehirn - ein Universum findet sich überall! Und gleichzeitig lässt sich beobachten, dass all die Bilder aus fernen Galaxien angesichts der Erde und des Mondes, die hier thematisch etwas ins Hintertreffen geraten, dennoch nicht mithalten können. Denn das, was einem am nächsten ist und man schon kennt, ist besonders interessant und spannend.

 

Fly me to the moon
Weit aus wissenschaftlicher und handfester geht es dann oberhalb der Gasdruckscheibe zu: neben kultischen Relikten, religiösen Bildern aus der Renaissance, wie etwa Michelangelos "Die Erschaffung Adams" in einer leider sehr unscharfen Kopie, historischen Fernrohren, Messgeräten, Himmelskarten, alten Globen finden sich modernste Geräte der Weltraumforschung, riesengroße Teleskopgläser und in einer Vitrine ein winziges Stück Gestein aus dem Weltall. Anhand der Exponate zeigt sich außerdem, wie sich die Vorstellungen über die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems von den Mythen der Naturvölker bis zu unserem wissenschaftlichen Zeitalter veränderten. Insgesamt wird hier deutlich, wie die Erkenntnisse über das kosmische Geschehen immer dann voran schritten, wenn neue Beobachtungstechniken den Blick in die Tiefe des Makro- und Mikrokosmos revolutionierten.
 

 

Bilder von der Ausstellung "Sternstunden" gibt es in unserer Fotogalerie ...

 

Sternstunden – Wunder des Sonnensystems

bis 30.12.2010

Gasometer Oberhausen
Arenastr. 11
46047 Oberhausen

 

Vollmondnächte – Mai bis Oktober 2010
Wie Mond und Sterne die Fantasie der Menschen beflügelt haben, zeigt die Ausstellung "Sternstunden". Im Sommer 2010 widmet der Gasometer Oberhausen zusätzlich allen Romantikern, Sternreisenden und Nachtgestalten eine eigene Reihe: die Vollmondnächte. Den Auftakt macht die "Star-Wars"-Nacht am 28. Mai 2010, bei der man sich vor den Schergen des Imperiums in Acht nehmen sollte, aber auch diverse Technik aus der fernen Zukunft wird bestaunen können. Einen "Sommernachtstraum" bereiten wir am 26.Juni 2010, am 24. Juli geht es "Per Anhalter durch die Galaxis", und am 28. August gibt es ein "Mondschein-Dinner". Am 25. September lauschen die Besucher den "Sphärenklängen", und zum Abschluss, kurz vor Halloween, erobern am 23. Oktober Werwölfe und Vampire den Gasometer. Neben buntem Treiben und Filmausschnitten ist der abendliche Blick vom Dach des Gasometers eines der Highlights, denn natürlich finden die Vollmondnächte auch jeweils zu Vollmond (oder in unmittelbarer zeitlicher Nähe dazu) statt.

Literatur für Kinder – Mai bis Oktober 2010
Lesungen bekannter Autoren und Schauspieler ergänzen im Sommer jeweils an einem Sonntag im Monat das Familienangebot des Gasometers Oberhausen. Den Auftakt der Reihe mit Lesungen für Kinder macht Jörg Hilbert, der Erfinder von Ritter Rost, am 2. Mai 2010. Fünf weitere Lesungen folgen in der Zeit von Juni bis Oktober 2010 folgen.

Local Heroes im Gasometer- 25.-30. Juli 2010
Im Rahmen der Oberhausener Local Heroes-Woche wird der Gasometer zu einer wichtigen kulturellen Bühne der Stadt. Künstlerisches Highlight ist ein Orgelkonzert der Jazz-Virtuosin Barbara Dennerlein am 27. Juli 2010.

 

Weitere Ausflugstipps im Ruhrgebiet:

Anzeige

www.mydays.de